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Lohn und Gehalt Manteltarifvertrag

Verhandlungsergebnis angenommen

Die ver.di-Tarifkommission Druckindustrie hat dem Ergebnis aus der dritten Verhandlungsrunde am 29. März 2022 in Berlin zugestimmt. Damit ist der Weg frei für eine unveränderte Verlängerung des Manteltarifvertrages und seiner Anhänge für die nächsten zweieinhalb Jahre und einer Erhöhung der Löhne und Gehälter.

Lohn und Gehalt
Erhöhung zum 01. Mai 2022 um 2,0 Prozent
Erhöhung zum 01. Mai 2023 um weitere 1,5 Prozent
Laufzeit von 25 Monaten bis zum 29. Februar 2024
Alle Erhöhungen gelten auch für die Ausbildungs-vergütungen.

Manteltarifvertrag
Der Manteltarifvertrag und seine Anhänge werden für alle Beschäftigten bis zum 31. Oktober 2024 unverändert wieder in Kraft gesetzt. Anschließend läuft der Manteltarifvertrag aus, befindet sich ab 01. November 2024 in Nachwirkung.
Zwischen ver.di und den Arbeitgebern der Druckindustrie finden bis Ende 2022 Gespräche zu einer Neuregelung der Besetzungsregelungen statt.

Unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen haben wir ein gutes Ergebnis erreicht. Gerade der Erhalt des Manteltarif-vertrages ist sehr wichtig

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Lohn und Gehalt Manteltarifvertrag

Tarifabschluss: 3,5 Prozent mehr Lohn und Manteltarifvertrag gesichert!

Nach langen und intensiven Verhandlungen konnte für die Beschäftigten der Druckindustrie in der dritten Runde am 29. März 2022 in Berlin ein Ergebnis erzielt werden.

Lohn und Gehalt

  • Erhöhung zum 01. Mai 2022 um 2,0 Prozent
  • Erhöhung zum 01. Mai 2023 um weitere 1,5 Prozent
  • Laufzeit von 25 Monaten bis zum 29. Februar 2024
  • Alle Erhöhungen gelten auch für die Ausbildungs-vergütungen.


Manteltarifvertrag

  • Der Manteltarifvertrag und seine Anhänge werden für alle Beschäftigten bis zum 31. Oktober 2024 unverändert wieder in Kraft gesetzt. Anschließend läuft der Manteltarifvertrag aus, ohne dass es einer Kündigung bedarf und befindet sich ab 01. November 2024 in Nachwirkung.
  • Zwischen ver.di und den Arbeitgebern der Druckindustrie finden Gespräche zu einer Neuregelung der Besetzungsregelungen statt. Diese sollen bis Ende 2022 abgeschlossen werden.

Unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen konnte ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten in der Druckindustrie erreicht werden. Insbesondere die Sicherung des Manteltarifvertrages hat einen hohen Stellenwert für die Arbeitsbedingungen in den Druckereien. Zudem wurde eine dauerhaft wirksame Lohnerhöhung für die Kolleg*innen erzielt.

Bis zum 20. April 2022 wurde eine Erklärungsfrist vereinbart.

Tarifinfo Nr. 4

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Lohn und Gehalt Manteltarifvertrag OT-Betriebe Unternehmens-Nachrichten

Tarifflucht mitten in der Tarifrunde

„Das ist ein böswilliger Angriff auf die Tarifautonomie und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten“, kritisiert Siegfried Heim, Landeskoordinator Medien bei ver.di Baden-Württemberg, den „Blitzwechsel“ der Druckerei der „Heilbronner Stimme“ in die Tariflosigkeit. Mitten in der laufenden bundesweiten Tarifrunde für die Druckindustrie entzieht das Medienunternehmen etwa einem Viertel seiner Beschäftigten den tarifvertraglichen Schutz durch den überraschenden Wechsel in eine OT-Mitgliedschaft (=ohne Tarifbindung) im Arbeitgeberverband Druck und Medien.

Als Reaktion auf die Tarifflucht hat ver.di das Unternehmen zu sofortigen Haustarifverhandlungen aufgefordert, um die Bindung an die Druck-Tarifverträge wiederherzustellen. Ebenso wurde das Unternehmen zu Verhandlungen über die bundesweit gestellte Forderung einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um fünf Prozent aufgefordert. Auf Bundesebene haben bislang zwei Verhandlungsrunden stattgefunden, die ergebnislos blieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 28. März terminiert. Neben den Lohnverhandlungen geht es auch um den Manteltarif, der am 30. April endet. Hier kämpft ver.di gegen Pläne der Arbeitgeber die Zuschläge für Nacht-, Schicht- und Wochenendarbeit radikal zu reduzieren und die Arbeitszeit zu verlängern.

Unter den knapp 500 Beschäftigten der Heilbronner Stimme sind etwa 100, für die bislang die Tarifverträge der Druckindustrie galten. Für die übrigen Beschäftigten gelten die Tarifverträge für Journalist*innen und für Angestellte an Zeitungsverlagen in Baden-Württemberg. Für letztere hat ver.di ebenfalls eine Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent gefordert.

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Manteltarifvertrag Nachwirkung

Nur ver.di-Mitglieder haben Tarifschutz

Der Manteltarifvertrag in der Druckindustrie endet am 30. April 2022. Wird für die Zeit ab 01. Mai 2022 kein neuer Manteltarifvertrag vereinbart gelten die bisherigen Regeln für alle, die bis dahin ver.di-Mitglied sind, weiterhin – sie genießen Tarifschutz!
Bestandteil der letzten Tarifeinigung im Mai 2019 war die Verpflichtung zu Verhandlungen über den Manteltarifvertrag. Die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite blieben allerdings ohne Ergebnis. Bisher hat der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) noch keine konkreten Forderungen beschlossen. Er kritisiert allerdings „die andauernde Blockade einer Reform des Manteltarifvertrages durch die Gewerkschaft“.
Was die Druckarbeitgeber sich unter einer Reform vorstellen, haben sie in vergangenen Verhandlungen deutlich gemacht:

  • Zusammenlegung und Abschmelzung von Urlaubsgeld und Jahresleistung
  • Abschaffung der Erschwerniszulage für die Produktion von Zeitungen und Zeitschriften an Sonn- und Feiertagen (sog. Antrittsgebühr)
  • Betriebliche Öffnungsklauseln zur Reduzierung von Zuschlägen und
  • Arbeitszeitverlängerung bis zu 40 Wochenstunden.

Alle Vorstellungen des bvdm laufen am Ende auf eins hinaus: Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen in den Druckereibetrieben. Das dürfen und werden wir uns nicht gefallen lassen: Gemeinsam werden wir dafür kämpfen, den Manteltarifvertrag zu erhalten.
Jede*r Einzelne zählt! Eine ver.di-Mitgliedschaft sichert den Tarifschutz und stärkt unsere Verhandlungsposition.

Tarifinfo Extra Nachwirkung

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Manteltarifvertrag

Es gibt viel zu verlieren

Der Manteltarifvertrag Druckindustrie im Vergleich zum Gesetz

Einzelne Beschäftigte sind gegenüber den Arbeitgebern prinzipiell unterlegen. Wer auf einen Arbeitsplatz angewiesen ist, hat allein wenig Spielraum beim Aushandeln seines Arbeitsvertrages. Deshalb gibt es Gesetze, die Beschäftigte vor übermäßiger Ausbeutung schützen sollen. Weil aber diese Gesetze überhaupt nicht ausreichend sind, haben sich Gewerkschaftsmitglieder immer wieder für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt. Die Ergebnisse dieser erfolgreichen Arbeitskämpfe sind in den Tarifverträgen festgehalten.

Die nächste Tarifrunde steht bevor und auch diesmal wird es neben mehr Geld auch um die Regelungen im Manteltarifvertrag gehen. Zur Erinnerung: Bestandteil der letzten Tarifeinigung im Mai 2019 war die Verpflichtung zu Verhandlungen über den Manteltarifvertrag. Die Verhandlungen mit dem bvdm blieben bisher ohne Ergebnis.

Der Manteltarifvertrag endet am 30. April 2022. Wird für die Zeit ab 01. Mai 2022 kein neuer Manteltarifvertrag vereinbart, gelten die bisherigen Regelungen für alle, die bis dahin ver.di-Mitglied sind weiterhin – sie genießen Tarifschutz. Für alle anderen gelten im Zweifel nur noch die gesetzlichen Regelungen. Und die sind deutlich schlechter.

Flugblatt mit einem Vergleich zwischen Manteltarif und Gesetz

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Manteltarifvertrag

So lange läuft der Manteltarifvertrag Druckindustrie noch

854Tage 01Stunden 31Minuten 48Sekunden

Einen Rechtsanspruch auf den Manteltarifvertrag haben nur ver.di-Mitglieder. Nach dem 31. Oktober 2024 gilt der Manteltarifvertrag nur noch für diejenigen Beschäftigten der Druckindustrie, die vor diesem Zeitpunkt ver.di-Mitglied geworden sind.